Warning: "continue" targeting switch is equivalent to "break". Did you mean to use "continue 2"? in /homepages/30/d348429830/htdocs/clickandbuilds/ShopimSchlossLudwigsburg/wp-includes/pomo/plural-forms.php on line 210
Haus Hohenzollern - Shop im Schloss Ludwigsburg Zum Inhalt springen

Haus Hohenzollern

ist eine der bedeutendsten Dynastien des deutschen Hochadels.


Das Stammwappen der
HohenzollerDas Haus

Das Geschlecht wird erstmals 1061 in der Chronik eines Mönches genannt und besteht in der Gegenwart aus einer brandenburgisch-preußischen Linie mit dem Oberhaupt Georg Friedrich Prinz von Preußen und einer schwäbischen Linie mit dem Chef Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern. Die Burg Hohenzollern ist der Stammsitz der Familie und liegt unmittelbar südlich von Hechingen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Die erste Erwähnung des Burggebäudes als Castro Zolre datiert aus dem Jahr 1267,die heutige Burg ist ein Bau aus dem 19. Jahrhundert.[2] Sie ist Wahrzeichen der Region und die bekannteste Burg Baden-Württembergs und der Schwäbischen Alb.

Eine Linie der Familie beherrschte ab 1192 die Burggrafschaft Nürnberg (später entstanden daraus die Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth) und ab 1415 die Mark Brandenburg. Die Brandenburger Markgrafen hatten als Kurfürsten im Reich eine Stimme bei den Wahlen der römisch-deutschen
Könige
. Ein Zweig der fränkischen Hohenzollern regierte ab 1525
das säkularisierte Ordensland in Ostpreußen als Herzogtum
Preußen
. Im Jahr 1618 fiel es an den brandenburgischen Zweig und
wurde danach in Personalunion mit
der Mark regiert.[3]

Mit der Krönung
Friedrichs III.
 wurde 1701 das Königreich
Preußen
 gebildet, dessen Regenten Friedrich
Wilhelm I.
 und Friedrich
der Große
 eine europäische Großmacht schufen. Der preußische
König Wilhelm
I.
 wurde nach dem Deutsch-Französischen
Krieg
 1871 der Kaiser im
neu geschaffenen Deutschen
Kaiserreich
. Die Hohenzollernherrschaft endete am 9. November
1918 in der Novemberrevolution durch
die Ausrufung
der Weimarer Republik
. Kaiser Wilhelm
II.
 dankte ab und lebte fortan im Exil in den Niederlanden.

Die schwäbischen
Hohenzollern hatten bereits 1849 die Regentschaft in den
Fürstentümern Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen aufgegeben,
und die Fürstentümer waren 1850 an Preußen gefallen, als Hohenzollernsche
Lande
. Angehörige des Zweiges Hohenzollern-Sigmaringen konnten
jedoch von 1866 bis 1947 als Regenten
von Rumänien
 nochmals politische Bedeutung erlangen.

Die
Herren und Grafen von Zollern

→ HauptartikelSchwäbische
Hohenzollern



Ursprünge und Familiengeschichte bis um 1200
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]


Die Besitzungen auf dem Gebiet des heutigen Zollernalbkreises.
Abtrennung der Herrschaft
Schalksburg
1288 vom Kernbesitz durch Erbteilung.
Schwarzgräfliche und Straßburger Linien ab dem Jahr
1344.



Burg Hohenzollern
 bei Hechingen

Die Stammlande
des Geschlechts liegen im nördlichen Teil des heutigen Zollernalbkreises,[4][5] wo
sich die Burg
Hohenzollern
 im Ortsteil Zimmern der
Gemeinde Bisingen befindet,
unweit von Hechingen gelegen.
Die heutige Burg Hohenzollern ließ Friedrich
Wilhelm IV.
 in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Architekturstil
der Neugotik erbauen.[6] Sie
wird als dritte Burg bezeichnet und gehört bis heute
gemeinschaftlich der brandenburgisch-preußischen und der
schwäbischen Linie. Das ursprüngliche Bauwerk stammt möglicherweise
aus dem 11. Jahrhundert, wurde 1267 zum ersten Mal genannt[7] und
1423 durch den Bund der schwäbischen
Reichsstädte
 erobert und weitgehend zerstört.

Die früheste
Nennung der Familie findet sich mit „Burchardus et
Wezil de Zolorin occiduntur“ in der Chronik von Berthold
von Reichenau
, wo zwei im Jahr 1061 ums Leben gekommene
Hohenzollern erwähnt werden. Burchardus und Wezil (Werner) waren
Zeitgenossen des römisch-deutschen Königs Heinrich
IV.
 aus dem Geschlecht der Salier.
Das Werk des Mönchs schließt chronologisch an die Weltchronik Hermanns
von Reichenau
 an. Nennungen im Umfeld mit dem Kloster
Reichenau
 lassen vermuten, dass die Zollern als Vögte des
Reichenauer Kirchengutes in eine lokale Machtposition gekommen sind.
Gesichert ist jedenfalls, dass in der frühen Zeit eine enge
Verbindung mit dem Bodenseekloster bestand. Ulrich von Zollern starb
als Abt der Reichenau 1136 und später traten zahlreiche Zollern dort
als Mönche ein.[8] Die
überlieferte Textstelle Bertholds von Reichenau ist für Historiker
nicht unproblematisch, da in der Quelle genauere Umstände des
Geschehnisses nicht dargelegt werden und die Genannten zudem nicht
als Grafen bezeichnet werden. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
stehen die beiden Hohenzollern aber als die ersten sicher bezeugten
Vorfahren am Anfang der Familiengeschichte. Der Tübinger Professor Martin
Crusius
 bemerkte bereits am Ende des 16. Jahrhunderts:
„Burckhard und Wezil von Zolorin kommen um. So ist dieses in Hermann
des Contract Chronik beygefügt. Es steht unten nichts darbey, weder
die Ursach, noch sonst etwas, daraus man erkennen könnte, dass es
Grafen von Zollern gewesen wären“ (Übersetzung).[9]


Innenansicht von Kloster
Alpirsbach
, gestiftet 1095

Urkunden mit
Nennung von Familienangehörigen gibt es erst seit Ende des
11. Jahrhunderts. Adalbert von Zollern aus der Nebenlinie Haigerloch besaß
mit anderen Adeligen ein Gut im Schwarzwald und
stiftete 1095 dort das Kloster
Alpirsbach
.[13] Über
diese Zeit im Zusammenhang mit der Herrschaft
Haigerloch
 ist wenig bekannt.


Friedrich I. von Zollern
 († vor 1125), genannt „Maute“, war ein
Nachfahre des 1061 verstorbenen Burkhard
I.
 und wirkte als erster Vogt des
Klosters Alpirsbach.[14] Durch
seinen Einsatz für den salischen Kaiser Heinrich
V.
 wurden die Hohenzollern auf der Reichsebene wahrgenommen. Der
Graf hielt sich am Hofe des Herrschers auf und war bei
Regierungsgeschäften des Reiches und im Investiturstreit aktiv.
Der Hohenzoller befand sich 1111 im Gefolge Heinrichs V. bei der
Kaiserkrönung durch Papst Paschalis
II.
 Zu dieser Zeit wurden Friedrich I. nachweisbar Grafenrechte
übertragen und Friedrich wurde nunmehr zum Leitnamen der
Hohenzollern.[15]

Nach dem Tode
Mautes um 1125 erhielt sein Sohn Friedrich
II.
 den Kernbesitz. Die Grafen von Zollern hatten um 1125 eine
Herrschaft mit Ministerialen.
Über die Lage der Besitzungen ist wenig bekannt; an der Burg
Hohenzollern wurde damals wohl noch gebaut.[16] Im
Zusammenhang mit Besitz bei Schenkungen konnten die Orte Höfendorf bei
Haigerloch (1095), Beuren (1134), StettenEngstlattHartStreichen und Thanheim bestimmt
werden.[17]

Burkhard, der
andere Sohn Mautes und fortan Graf von Hohenberg-Zollern,
begründete den Familienzweig der Hohenberger, der 1486 erlosch. Nach
anderer Auffassung kam es nicht nach Mautes Tod sondern erst um 1170
zur Teilung des Besitzes.[3] Die
Hohenberger bauten die Burg
Hohenberg
, eine Höhenburg bei Schörzingen,
und hatten zu den Zollern oftmals kein gutes Verhältnis, bis hin zu
Auseinandersetzungen. Ein bekannter Hohenberger war Albrecht
II. von Hohenberg-Rotenburg
, der Minnesänger (†
1298). Die Abspaltung der Hohenberger hatte die Konsequenz des
Verlustes des westlichen Gebietes für die Zollern. Die Hohenberger
regierten vom 12. bis 14. Jahrhundert Haigerloch.
Im Jahr 1497 erhielten die Grafen von Zollern Haigerloch im Tausch
gegen Besitz in Graubünden[18] nachdem
die Herrschaft bereits 1488 an die Familie verpfändet wurde.

Die Hohenzollern
waren im 12. Jahrhundert auf den Landtagen der Herzöge
von Schwaben
 aktiv und ebenfalls auf den Hoftagen der Staufer im
Zusammenhang mit schwäbischen Angelegenheiten. Die Familie war
darüber hinaus auf Landtagen der Zähringer sowie
auf Landtagen Heinrichs
des Löwen
 für Lehen in der Nähe von Ravensburg präsent.
Durch die Ämter für das Reich und die Kirche und durch das von ihnen
verwaltete Kirchengut bauten die Hohenzollern ihre Macht auf.

Der Aufstieg der
Hohenzollern im Spätmittelalter war
nicht zuletzt ihrer Königstreue gegenüber zunächst den Staufern und
später den Luxemburgern zu
verdanken. Friedrich
III.
 von Zollern († um 1200) war ein treuer Gefolgsmann der
Stauferkaiser Friedrich
I.
 und Heinrich
VI.
 Sein Vater oder Großvater Friedrich II. distanzierte sich
zunächst aufgrund eines Bündnisses mit Kaiser Lothar
von Süpplingenburg
 noch von den Staufern, kämpfte aber nach 1138
mit diesen gegen die Welfen.[19] In
der Tübinger
Fehde
 von 1164 bis 1166 standen die Hohenzollern in ihrer Heimat
auf der Seite der Pfalzgrafen
von Tübingen
 und der Staufer gegen die Welfen.[20] Friedrich
III. heiratete um 1185 Sophia von
Raabs
, die Tochter des Nürnberger Burggrafen Konrad
II. von Raabs
.[21] Die
Burggrafen hatten umfangreiche Güter in Österreich, wo sich auch
die Burg
Raabs
 befindet. Nach dem Tod seines Schwiegervaters, der keine
männlichen Nachkommen hinterließ, wurde Friedrich III. von Kaiser
Heinrich VI. im Jahr 1192 mit der Burggrafschaft Nürnberg belehnt und
regierte als Friedrich I. von Nürnberg. Das Burggrafenamt war ein
Mannlehen des Reiches und bedeutete einen Dienst für den Kaiser.[22]

Die Söhne des
Burggrafen teilten nach einer zuerst gemeinsamen Führung die
Besitzungen untereinander auf. Der ältere Konrad
I.
 erhielt um 1218 die Burggrafschaft Nürnberg.[23] Er
begründete die fränkische Linie der Hohenzollern, aus der später die
brandenburgisch-preußische Linie hervorging. Der jüngere Bruder Friedrich
IV. (II.)
 führte die schwäbische Linie fort und erbte die bei
Hechingen gelegene Stammburg und den dortigen Besitz. Er wurde zum
Stammvater des heutigen Hauses Hohenzollern-Sigmaringen.


Namen und Titel der entstandenen Linien

Der Name des
Stammsitzes (Hohenzollern,
ein Berg bei Hechingen) war ursprünglich nur Zollern. In mittelalterlichen Schriften
finden sich unter anderem die Schreibweisen Zoler, Zolr, Zolrin,
Zolre
 und Zolra.[24] Ab
der Mitte des 14. Jahrhunderts kam bei den schwäbischen Hohenzollern
allmählich Hohenzollern in Gebrauch und wurde ab dem
16. Jahrhundert konsequent verwendet. Der Name Zollern könnte sich
von Söller ableiten, was so viel wie Höhe bedeuten soll und
auf den 855 m hohen kegelförmigen Burgberg bei Hechingen mit der
Stammburg Bezug nimmt. In älteren Fachbüchern wird in diesem
Zusammenhang gelegentlich auf eine von den Römern als „mons solarius“
bezeichnete altgermanische Sonnenkultstätte hingewiesen.[25]

Die am Ende des
12. Jahrhunderts in den schwäbischen Stammlanden verbliebene Linie
führte den Titel Graf von
Zollern
 und später Hohenzollern, bis die Zweige Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen 1623
in den Reichsfürstenstand erhoben
wurden, während der Zweig Hohenzollern-Haigerloch bis
zu seinem Aussterben 1634 gräflich blieb. Der 1192 mit der
Burggrafschaft Nürnberg belehnte Zweig führte zunächst den Titel Burggraf von
Nürnberg
, wobei der Familienname Zollern bei der
fränkischen Linie außer Gebrauch kam. Seit der Belehnung mit der
Mark Brandenburg 1415 führten alle Angehörigen der fränkischen Linie
fortan den Titel Markgraf bzw.
Markgräfin von Brandenburg
, inoffiziell bei den in Franken
verbleibenden Zweigen ergänzt um die Herkunftsbezeichnung -Kulmbach,
-Ansbach oder -Bayreuth, während der in Brandenburg jeweils
regierende Markgraf zugleich die Rangbezeichnung eines Kurfürsten führte.
Erst der „Große Kurfürst“ Friedrich
Wilhelm von Brandenburg
 nahm im 17. Jahrhundert als einen von
vielen Nebentiteln wieder den Titel „Graf von Hohenzollern“ an.[26]

Der Titel Herzog
von Preußen
 wurde ab 1525 nur von den dort regierenden Herzögen
geführt, die ab 1618 mit den Kurfürsten identisch waren. Seit der
Erhebung des Herzogtums zum Königreich 1701 führten die Nachkommen
des ersten Königs Friedrich
I.
 dann den Titel Prinz/essin von Preußen (während etwa
seine Geschwister und deren Nachfahren Markgrafen blieben). Im
Deutschen Kaiserreich (1871-1918) beschränkte sich der Amtstitel Deutscher
Kaiser
 auf das jeweilige Staatsoberhaupt, seine
Familienangehörigen hingegen führten, bis auf den Kronprinzen, nur
die preußischen Titel.

Durch einen
Erbvertrag wurde 1695 der spätere König Friedrich I. als Oberhaupt
der beiden Hauptlinien (der fränkisch-brandenburgischen und der
schwäbischen) bestimmt. Diese Regelung hat aber heute keine
Bedeutung mehr; die beiden einzigen heute noch existierenden Zweige,
das (evangelische) vormalige preußische Königshaus und das
(katholische) vormals regierende Fürstenhaus
Hohenzollern-Sigmaringen betrachten sich als zwei Linien einer
Familie mit jeweils eigenem Oberhaupt, wobei erstere den
Familiennamen Prinz/essin von Preußen und letztere den Namen Prinz/essin
von Hohenzollern
 führt.


Nichtzutreffende Herkunftstheorien

Über die
Herkunft und verwandtschaftlichen Beziehungen der Hohenzollern vor
dem 11. Jahrhundert gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Eine
Abstammung von den rätischen
Burchardingern
, die Ludwig
Schmid
 im 19. Jahrhundert nachzuweisen versuchte, ist nicht
belegbar.[3] Die
Burchardinger besaßen niemals die Zollernburg und sind schon im
10. Jahrhundert ausgestorben.[27] Die
Hohenzollern stammen auch nicht vom fiktiven, angeblich um 800
lebenden Grafen Tassilo
von Zollern
 ab.[28] Der
Historiker Johann
Basilius Herold
 nannte diese Herkunft, nachdem er 1560 von Karl
I. von Hohenzollern
 mit Geschichtsforschungen betraut wurde.
Graf Tassilo sollte mit den Welfen verwandt
sein und sei am Hofe Karls
des Großen
 gewesen. Der fiktive Vorfahre findet sich unter
anderem auch in den Werken von Friedrich
dem Großen
.[5] Auch
die Meinung, die Hohenzollern würden von dem römischen Geschlecht
der Colonna abstammen,
ist nicht korrekt. Der selbst aus dem Hause Colonna stammende Papst Martin
V.
 äußerte 1424 diese Anschauung. Wie bei vielen regierenden
Dynastien wurde in der Renaissancezeit auch eine legendäre
Abstammung konstruiert, welche die Anfänge der Familie nicht nur
ins Römische
Reich
, sondern bis zurück nach Troja verlegte.[29]

In der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts hielt eine kleine Minderheit der
Gelehrten es noch für möglich, dass der Ursprung des Hauses Preußen
sich nicht bei den schwäbischen Zollern, sondern bei den um 1200
erloschenen fränkischen Abenbergern befindet.[30] Die
historische Verbundenheit der schwäbischen, fränkischen und
brandenburgischen Hohenzollern wird aber unter anderem an der
Benutzung des Wappens mit der Vierung in
Schwarz und Weiß (Silber) ersichtlich. Das Wappen wurde nach Wolfgang
Neugebauer
 in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den
schwäbischen Zollerngrafen benutzt. Auch verwendeten die Burggrafen
von Nürnberg
 und die brandenburgischen Hohenzollern das Wappen,
die es ab dem 15. Jahrhundert bei fürstlichen Begräbnissen in der Kurmark einsetzten.
Das neue Siegel des Kurfürsten von Brandenburg von 1415 zeigt
ebenfalls das Zollern’sche Wappen.[27]


Die
fränkischen Hohenzollern


Die
Burggrafen von Nürnberg

→ HauptartikelBurggrafschaft
Nürnberg

Areal der 1420 weitgehend zerstörten Burggrafenburg
Nürnberg



Burg Cadolzburg
, ab 1260 der Sitz der Burggrafen von
Nürnberg


Das Münster des Klosters
Heilsbronn
, die Grablege der fränkischen
Hohenzollern

Die Nachkommen
von Konrad
I. von Nürnberg
 (* um 1186; † um 1260/1261), genannt „der
Fromme“ und Sohn von Friedrich III. von Zollern, waren bis 1427 Burggrafen
von Nürnberg
 mit Sitz auf der Burggrafenburg,
einem Nebenbau der Kaiserburg
Nürnberg
. Anfänglich gehörten zur Burggrafschaft Nürnberg nur
wenige Besitzungen. Die Familie verfügte vielmehr über nutzbare
Rechte durch das Reichsamt.
Die Schwägerschaft mit den Abenbergern brachte
1236 die Burg
Abenberg
 (1296 verkauft) und die Cadolzburgein[31],
die ab 1260 zum Hauptsitz wurde. Weiterhin übernahmen die
Hohenzollern die Schirmherrschaft über das von den Abenbergern
gestiftete Kloster
Heilsbronn
, das zwischen 1297 und 1625 die Familiengrablege war.

Das Territorium
konnte ab dem 13. Jahrhundert durch Erwerbungen ausgebaut werden und
war am Ende des 14. Jahrhunderts die größte Territorialherrschaft
in Franken.
Nachdem die Staufer ihre Macht einbüßten, näherte man sich den Habsburgern an. Friedrich
III.
, genannt „der Erber“, kämpfte 1242 mit Rudolf
von Habsburg
 in Italien[32] und
setzte sich 1273 für ihn bei dessen Königswahl ein. Durch die Heirat
mit Elisabeth von
Andechs
Meranien kam
er 1260 in den Besitz von Bayreuth,
das aus dem Erbe des Herzogs Otto II. von Andechs-Meranien stammte;
dazu gehörte auch Kulmbach und
die dortige Plassenburg,
die um 1135 von den Andechsern errichtet worden war.

Im Anschluss
wurde erst sein ältester Sohn Johann
I.
 für kurze Zeit Regent, danach sein jüngerer Sohn Friedrich
IV.
 Bei König Ludwig
dem Bayer
 hatte Friedrich IV. die einflussreiche Stellung eines
Geheimen Rates inne. In der Schlacht
bei Mühldorf
 1322 setzte sich der Burggraf stark für den König
ein, wurde von diesem als „Retter des Reiches“ bezeichnet und
erhielt 1324 von ihm ökonomisch bedeutende Berg- und Erzwerksrechte.
Friedrich IV. wurde im Jahr 1328 als Generalvikar von Tuszien genannt.[33] Im
Jahr 1331 bekamen die Hohenzollern Ansbach durch
Kauf von den Grafen
von Oettingen
.[34] Johann
II.
, genannt „der Erwerber“, übernahm zuerst mit seinem Bruder Albrecht und
später alleine die Burggrafschaft; der Bruder Konrad war früh
verstorben. Johann II. hatte Anspruch auf das Erbe der Grafen
von Orlamünde
 und erhielt 1340 die Herrschaft Plassenburg mit
Kulmbach. In der Regierungszeit Johanns II. kamen die Hohenzollern
erstmals mit der Mark Brandenburg in Kontakt. Er verteidigte 1345
für Ludwig den Bayern die Mark und verwaltete diese für kurze Zeit
als Statthalter für dessen Sohn Ludwig
den Brandenburger
.

Burggraf Friedrich
V.
 wurde von Kaiser Karl
IV.
 aus dem Geschlecht der Luxemburger 1363 nebst seinem Haus in
den Reichsfürstenstand erhoben[35] und
war Inhaber eines Fahnlehens.[3] Im
kaiserlichen Dienst übernahm er das Amt eines Reichshauptmanns an
der Spitze eines Landfriedenbundes in
Franken; nach 1363 war er als Landvogt im Elsass und
1371 als Landvogt in Oberschwaben tätig.[36] Die
Burggrafschaft vergrößerte sich 1373 um Hof,
das bis dahin den Vögten
von Weida
 gehörte. Friedrich V. regelte erstmals 1372 das
zukünftige Erbe für seine beiden Söhne Johann
III.
 und Friedrich
VI.
 und legte die Bestimmungen nochmals in der Dispositio
Fridericiana von 1385 detaillierter fest. Er empfahl für zehn Jahre
eine gemeinsame Regierung, gab aber auch Anweisungen für den Fall
der Trennung des Besitzes; bestimmte Schlösser und Regalien sollten
im Gemeinschaftseigentum verbleiben.[37] Die
Söhne folgten erst dem Wunsch des Vaters, nahmen aber 1403 eine
Aufteilung des Besitzes vor.

Johann III.
wurde zuvor bereits 1398 erster Regent des Fürstentums Kulmbach
(„oberhalb des Gebirges“). Markgraf Albrecht
Alcibiades
 verlegte 1542 den Regierungssitz von der (ab 1530 zur
Festung ausgebauten) Kulmbacher Plassenburg nach Bayreuth. Ab 1604
wurde das Land daher Fürstentum
Bayreuth
 genannt. Sein Bruder Friedrich VI. war ebenfalls ab
1398 der erste Regent des Fürstentums
Ansbach
 („unterhalb des Gebirges“). Die Markgrafen und
Mitglieder der Familienzweige Brandenburg-Kulmbach und
Brandenburg-Ansbach führten „Brandenburg“ in ihrem Namen, da erst
mit der Dispositio
Achillea
 von 1473 eine Trennung zwischen der Mark
Brandenburg
 und den fränkischen Besitzungen bestimmt wurde.[38][39] Die
beiden Fürstentümer befanden sich auf dem Gebiet der vorherigen
Burggrafschaft und blieben der Familie. Die Burggrafenburg wurde
1420 im Bayerischen
Krieg
 von Ludwig
VII. von Bayern
 weitgehend zerstört; ein Wiederaufbau durch die
Hohenzollern unterblieb. Im Jahr 1427 wurde die Burggrafenburg an
die Reichsstadt
Nürnberg
 veräußert.

Der kinderlose
Markgraf Karl
Alexander
 schloss 1791 einen Geheimvertrag mit Preußen (unter
König Friedrich
Wilhelm II.
) zur Übergabe der zwei fränkischen Fürstentümer an
Preußen ab und bekam eine jährliche Geldzahlung garantiert. Damit
endete die Ära der fränkischen Hohenzollern; auch die
brandenburgisch-preußische Linie konnte nur noch bis 1805 in Ansbach-Bayreuth ihre
Macht erhalten. Das Fürstentum Ansbach wurde 1806 ein Teil des Königreichs
Bayern
, das Fürstentum Bayreuth 1810.

Als Burggrafen
der fränkischen Linie herrschten:

  • 1218–1260/61 Konrad
    I.
     (* um 1186; † um 1260/1261), gen. „der Fromme“, Sohn von Friedrich
    III. von Zollern
  • 1260/61–1297 Friedrich
    III.
     (* um 1220; † 1297), gen. „der Erber“
  • 1297–1300 Johann
    I.
     (* um 1279; † 1300)
  • 1300–1332 Friedrich
    IV.
     (* um 1287; † 1332), Bruder von Johann I.
  • 1332–1357 Johann
    II.
     (* vor 1320 (1309?); † 1357), gen. „der Erwerber“
  • 1357–1397 Friedrich
    V.
     (* um 1333; † 1398), gefürsteter Grafenstand 1363,
    Dispositio Fridericiana 1385
  • 1397–1420 Johann
    III.
     (* um 1369; † 1420)
  • 1397–1427 Friedrich
    VI.
    , auch Friedrich I. von Brandenburg (* 1371; † 1440),
    Bruder von Johann III.


Die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach

→ HauptartikelFürstentum
Ansbach

Das Fürstentum
Ansbach
 war der untergebirgische Landesteil der ehemaligen
Burggrafschaft Nürnberg, die bis 1427 bestand. Streng genommen
müsste die Bezeichnung Markgrafschaft verwendet werden. Bis 1486
wurde das Fürstentum in Personalunion mit der Mark Brandenburg
geführt, dann erfolgte mit Johann
Cicero von Brandenburg
 und Friedrich
II. von Brandenburg-Ansbach
 eine Trennung des Besitzes. 1542
wurde die Residenz von der Plassenburg in Kulmbach auf
die Wasserburg Ansbach verlegt, die zum Renaissanceschloss ausgebaut
wurde und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur barocken Residenz
Ansbach
.

Das Fürstentum
Ansbach kam 1791/1792 wie das Fürstentum Bayreuth an den preußischen
Staat und wurde mit diesem zusammen als Ansbach-Bayreuth von Karl
August von Hardenberg
 verwaltet. Napoleon
Bonaparte
 reorganisierte die von ihm besetzten Gebiete
grundlegend. Noch vor der Niederlage Preußens im Vierten
Koalitionskrieg
 fiel das Territorium 1806 durch einen
erzwungenen Gebietstausch an das Königreich
Bayern
.

Die Regenten des
Fürstentums Ansbach waren:




Die Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach (Bayreuth)

→ HauptartikelFürstentum
Bayreuth

Markgräfliches Schloss
Erlangen
, erbaut ab 1700

Das Fürstentum
Bayreuth
 entwickelte sich aus dem obergebirgischen Landesteil
der Burggrafschaft Nürnberg. Obwohl das Fürstentum Bayreuth mehrfach
in Personalunion mit dem Fürstentum Ansbach regiert wurde, blieben
die Fürstentümer eigenständig.

Nach der
Übergabe an den preußischen Staat 1791/1792 und der Verwaltung
durch Karl
August von Hardenberg
 wurde das Fürstentum Bayreuth im Herbst
1806 von französischen Truppen besetzt und musste 1807 im Frieden
von Tilsit
 an das Französische
Kaiserreich
 abgetreten werden. Unter Beibehaltung der
preußischen Verwaltungsorganisation wurde es einer Militärverwaltung
unterstellt. Im Jahr 1810 kaufte das Königreich Bayern das
Fürstentum; am 30. Juni des gleichen Jahres erfolgte die
Inbesitznahme.

Das Fürstentum
Kulmbach respektive Bayreuth wurde regiert von:



Die Herzöge von Brandenburg-Jägerndorf

→ HauptartikelHerzogtum
Jägerndorf


Georg der Fromme
, Markgraf von Brandenburg-Ansbach,
erwarb 1523 das Herzogtum
Jägerndorf
, dessen Residenz sich in Krnov befand.
Die Hohenzollern wurden 1623 als Regenten im schlesischen
Herzogtum
abgelöst.

Folgende
Hohenzollern beherrschten das Herzogtum:


Die brandenburgischen Hohenzollern




Die Kurfürsten und Markgrafen von Brandenburg

→ HauptartikelMark
Brandenburg


Friedrich VI. von Nürnberg
 erhält die Mark
Brandenburg als Lehen

Friedrich VI.
von Nürnberg (* 1371; † 1440), der spätere Markgraf Friedrich
I. von Brandenburg
, erhielt von König Sigismund aus
dem Haus Luxemburg die Mark Brandenburg da er unter anderem
maßgebliche finanzielle Hilfe bei dessen Wahl zum römisch-deutschen
König
 leistete. Der Graf wirkte ab 1411 als Hauptmann und
Verwalter in der Mark Brandenburg;[40] allerdings
beanspruchte der König die Kurfürsten- und Erzkämmererwürde zunächst
noch für sich selbst und seine Erben. Die Mark Brandenburg war bei
der Übernahme Friedrichs VI. äußerst schwierig zu regieren. Eine
Vielzahl von Adeligen strebte Macht an und die Zahl der Fehden war
groß.[41] Der
Nürnberger Burggraf wurde von den führenden Familien abfällig als
„Nürnberger Tand
bezeichnet.[42] Vor
allem bei den Ständen der Altmark und Prignitz unter
der Führung von Caspar Gans
von Putlitz
 trat dem Hohenzoller heftiger Widerstand entgegen,
der aber die zentrale Gewalt herstellen konnte und dafür auf dem Konzil
von Konstanz
 1415 Markgraf wurde und die Kurfürstenwürde
erhielt. Die Mark Brandenburg wurde vererbbarer Besitz der Familie,
womit der König seine Dankbarkeit zeigte. Die brandenburgischen
Stände huldigten dem Burggrafen im Oktober 1415 auf einem Landtag zu
Berlin. Weiterhin gab das Kurfürstenkollegium für
die Rangerhöhung seine Zustimmung.


Friedrich II.
 übernahm anschließend nach den testamentarischen
Bestimmungen mit seinem Bruder Friedrich,
genannt „der Fette“, die Führung im Land. Friedrich II. ging
konsequent gegen den räuberischen Adel vor. Seine Bestimmtheit im
Regierungshandeln gegenüber den Landständen brachte
ihm den Beinamen „der Eiserne“ ein. Auch duldete er nicht das
Autonomiestreben der Städte und schuf das Berliner
Stadtschloss
 als Residenz, was gegen den starken Unwillen
der Bevölkerung
 geschah. Besonders bedeutend war während seiner
Regentschaft die Rückgewinnung der Neumark und
die Wiedererlangung von Teilen der Uckermark.
Der Markgraf überließ 1470 seinem Bruder Albrecht
Achilles
 die Regierung. Albrecht Achilles übernahm zuvor bereits
1440 die Regentschaft im Fürstentum
Ansbach
 und 1464 ebenfalls im Fürstentum
Bayreuth
. Er war ab 1438 auf der Seite Königs Albrecht
II.
 aus dem Haus Habsburg und regelte 1473 mit der Dispositio
Achillea
 die Herrschaftsnachfolge für die gesamte und unteilbare
Mark.[38][43]

Der Sohn von
Albrecht Achilles, Johann
Cicero
, übernahm 1486 die Regierungsverantwortung in
Brandenburg. Wie in der Dispositio Achillea festgelegt, wurde
die Mark von den fränkischen Ländern getrennt. Die Bestimmungen
wurden verfasst, um die unmittelbare Erbregelung zu klären. Die drei
Söhne sollten gleiche Titel und Wappen gebrauchen.[44] Spätere
Generationen fassten die Niederschrift allgemeiner auf als eine
Anordnung den Besitz in drei Teile aufzuteilen. Auch vollzog sich
eine Abkehr der brandenburgischen Hohenzollern von der Reichspolitik
und eine Konzentration der Bemühungen auf die Mark. Die fränkischen
Hohenzollern wurden zum Sprecher der Brandenburger auf den
Reichstagen. Johann Cicero fand als erster Kurfürst seine Ruhestätte
in der Mark.



Joachim I. Nestor
 (von Lucas
Cranach d.Ä.
) blieb beim Katholizismus

Sein Sohn Joachim
I. Nestor
 und dessen Bruder Albrecht
IV. von Brandenburg
 wurden 1499 Nachfolger. Zunächst brachte
sich der fränkische Onkel Friedrich als
Vormund ins Gespräch, womit de facto eine erneute Vereinigung der
Mark mit den fränkischen Gebieten vollzogen worden wäre. Kaiser Maximilian
I.
 legte aber fest, dass Joachim I. Nestor bereits minderjährig
zum Kurfürsten gemacht werden sollte.[45] Sein
Bruder Albrecht verzichtete auf die Mitregentschaft, wurde 1513
katholischer Erzbischof von Magdeburg, 1514 auch Kurfürst-Erzbischof
von Mainz sowie 1518 Kardinal. Um den Erwerb seiner geistlichen
Pfründen zu finanzieren, sandte er den Ablassprediger Tetzel aus,
der wiederum Martin
Luther
 den Anlass zum Anschlag der 95
Thesen
 gab, welche am 31. Oktober 1517 die Reformation
auslösten. Joachim I. Nestor blieb beim Katholizismus und äußerte
seine Ablehnung von Luther 1521 auf dem Reichstag
zu Worms
 und noch engagierter 1529 auf dem Reichstage
zu Speyer
. Er gründete die Brandenburgische
Universität Frankfurt
/Oder, welche die katholische Position in
der Lehre vertrat. Problematisch wurde, dass Joachim Nestors
Gemahlin Elisabeth
von Dänemark
 den neuen Glauben annahm, ihren Ehemann verließ und
sich 1528 nach Sachsen begab, wo sie sogar bei Luther lebte.



Joachim II. Hector
 (von Lucas
Cranach d.J.
), führte die Reformation in Brandenburg
ein


Joachim II. Hector
 folgte seinem Vater Joachim I. Nestor 1535
als Kurfürst. Sein jüngerer Bruder Johann erhielt
nach dem Willen des Vaters die neugeschaffene Markgrafschaft
Brandenburg-Küstrin
 (1535 bis 1571). Ausdrücklich hatte der
Vater auch angeordnet, dass die Söhne den katholischen Glauben
beibehalten sollten. Mit seinem Übertritt zum protestantischen
Glauben am 1. November 1539 führte Joachim II. Hector indes die
Reformation in der Mark Brandenburg ein; sein Bruder hatte den
Konfessionswechsel bereits im Vorjahr vollzogen. Schon in der Jugend
hatte Joachim II. Hector über seine Mutter Luther kennengelernt.
Problematisch war allerdings, dass später seine polnische Gemahlin Hedwigbeim
katholischen Glauben blieb. Die Erbteilung mit seinem Bruder mit der
damit verbundenen Einnahmenreduktion und die hohen privaten
Aufwendungen ließen ein finanzielles Gleichgewicht schwer finden.

Sein Sohn Johann
Georg
 erhielt 1571 die Mark und nach dem Tode von Johann von
Brandenburg-Küstrin auch Brandenburg-Küstrin. Der akademisch
ausgebildete Kurfürst konsolidierte die Staatsfinanzen. Der Landtag
trug einen Teil der Verbindlichkeiten von insgesamt zwei Millionen
Talern, wobei Domänenämter verpfändet wurden. Johann Georg ging auch
gegen den Juden Lippold vor, der einst im Münzgeschäft tätig war;[46] eine
große Anzahl von Juden wurden misshandelt und ausgeplündert.

Dessen Sohn und
Nachfolger Joachim
Friedrich
 wurde 1567 Administrator des Erzstifts
Magdeburg
 und regierte ab 1598 Brandenburg. Durch die Schaffung
eines Geheimen
Rates
 1604 stellte er ein wirksames Gegengewicht zu den Ständen
her. Die Ausbeutung von Metallvorkommen und der Aufbau eines Eisenhammerwerks und
einer Glashütte kennzeichneten
seine Wirtschaftspolitik. Der Markgraf legte mit dem Geraer
Hausvertrag
 von 1599 die Primogenitur und
Unteilbarkeit der Mark endgültig fest.[4][47] Er
war der Vormund des im Herzogtum
Preußen
 regierungsunfähigen Albrecht
Friedrich von Preußen
 und verheiratete 1594 seinen ältesten Sohn
mit dessen Tochter Anna,
ferner heiratete er selbst in zweiter Ehe 1603 Annas jüngere
Schwester Eleonore.
Albrecht Friedrichs Vater stammte aus der Ansbacher Linie und hatte
1525 vom polnischen König das säkularisierte Ordensland Ostpreußen als
erbliches Herzogtum zu Lehen erhalten (siehe unten).



Johann Sigismund
, Kurfürst von Brandenburg und
Herzog von Preußen, konvertierte zum Calvinismus

Joachim
Friedrichs Sohn Johann
Sigismund
 folgte seinem Vater 1608 als Kurfürst von Brandenburg
und trat 1618 auch die Nachfolge seines Schwiegervaters als Herzog
von Preußen an. Im Jahr 1613 wechselte Johann Sigismund aus
politischem Gründen zum Calvinismus;
die Hohenzollern hatten durch die Heirat auch ein rheinisches Erbe
in Aussicht. In Brandenburg blieb man beim lutherischen Glauben. Die
gesamten Herrschaftsgebiete ab 1618 werden von Historikern Brandenburg-Preußen genannt.

Die
Markgrafschaft wurde von folgenden Hohenzollern regiert:



Die Markgrafen von Brandenburg-Küstrin

Die Markgrafschaft
Brandenburg-Küstrin
 bestand zwischen 1535 und 1571 und umfasste
Teile der Neumark.
Sie war das Resultat einer Sekundogenitur im
Sinne von Joachim
I. Nestor
. Da der einzige Regent Johann keine erbberechtigten
Nachkommen hinterließ, wurde Brandenburg-Küstrin wieder mit
Brandenburg vereinigt.



Die
brandenburgisch-preußischen Hohenzollern




Die Herzöge und Könige in und von Preußen

Das Herzogtum
Preußen wurde 1525 durch Umwandlung des Deutschordensstaates in
ein weltliches Fürstentum geschaffen,[4] das
ein Lehen des Königreichs
Polen
 war. Das Lehnsverhältnis endete erst 1667 mit dem Vertrag
von Wehlau
Albrecht
von Preußen
 war der letzte Hochmeister des Deutschen
Ordens
. Der Sohn Friedrichs
V.
 von Brandenburg-Ansbach entschloss er sich im November 1523
auf Luthers Rat
hin, das Amt des Hochmeisters niederzulegen, den Deutschordensstaat
in ein weltliches Herzogtum umzuwandeln
und dort die Reformation einzuführen. Vor König Sigismund
I.
 von Polen leistete Albrecht 1525 die Preußische
Huldigung
, wodurch er das Ordensland als ein in gerader,
männlicher Linie forterbendes Herzogtum zu Lehen nahm. Sein Sohn und
Nachfolger Albrecht
Friedrich
 starb jedoch 1618 ohne männlichen Erben, und der
polnische König belehnte dessen Schwiegersohn, den Kurfürsten Johann
Sigismund
 von Brandenburg, mit dem Herzogtum Preußen. Somit
waren die Mark Brandenburg und das Herzogtum Preußen (Ostpreußen)
nunmehr im Besitz eines einzigen Hohenzollers und wurden in
Personalunion geführt.



Brandenburg-Preußen
 unter dem Großen Kurfürsten 1688

Bereits im Jahr
1614 wurde zudem der Jülich-Klevische
Erbfolgestreit
 beendet und im Vertrag
von Xanten
 festgelegt, dass der Kurfürst von Brandenburg, Johann
Sigismund, das Herzogtum
Kleve
, die Grafschaft
Mark
 und die Grafschaft
Ravensberg
 erhalten sollte, wofür er bereits im Jahr zuvor zum
Calvinismus konvertiert war. Brandenburg-Preußenbezeichnet
die gesamten Herrschaftsgebiete zwischen 1618 und 1701. Die
Territorien lagen teils innerhalb, teils außerhalb des Heiligen
Römischen Reiches
.


Der „Große Kurfürst“ Friedrich
Wilhelm
 und Luise
Henriette von Oranien
 (1647)


1701: Die Krönung Friedrichs
I.
 in Königsberg

Unter dem
„Großen Kurfürsten“ Friedrich
Wilhelm
 erlebte das Land nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen
Krieges
 eine Blütezeit. Er leitete Reformen ein, unterstützte
den Ackerbau und
die Einwanderung,
indem er Künstler, Handwerker, Baumeister, Landwirte und Kaufleute
ins Land holte, vor allem aus der Heimat seiner holländischen ersten
Gemahlin Luise
Henriette von Oranien
, später auch Juden und Protestanten aus
Österreich und Hugenotten aus
Frankreich und den Niederlanden. Es gelang ihm durch geschickte
Bündnispolitik, während des Zweiten
Nordischen Krieges
 seine zerstreuten Territorien weitgehend
intakt zu halten und er erwarb Hinterpommern.
1664 erließ er ein Toleranzedikt,
um die Rivalitäten zwischen Lutheranern und Calvinisten zu beenden
und begründete damit die Tradition der preußischen Toleranz. Er ließ
das Potsdamer
Stadtschloss
, das Schloss
Oranienburg
 sowie einige kleinere Landsitze erbauen.

Sein 1688
nachfolgender Sohn, Kurfürst Friedrich
III.
, ließ ab 1699 das Berliner
Schloss
 vom Renaissancebau zu einem großen Barockpalast
erweitern und für seine Gemahlin das Schloss
Charlottenburg
 errichten, ferner begann er mit einem Umbau des Königsberger
Schlosses
 und erbaute in Berlin das Zeughaus.
Die kostspieligen Bauten bereiteten eine Rangerhöhung vor: Der
brandenburgische Kurfürst und preußische Herzog erklärte, nach
diplomatischen Verhandlungen mit dem Kaiser (und entsprechenden
Zahlungen), 1701 sein ostpreußisches Herzogtum zum Königreich
Preußen
 und setzte sich die Krone selbst aufs Haupt.[48] Jedoch
regierte er das kleine, entlegene Königreich an der Ostsee weiterhin
in Personalunion mit
dem wesentlich größeren und bedeutenderen Kurfürstentum Brandenburg.
Er führte nun die Titel Kurfürst von Brandenburg (als
Friedrich III.) und König in Preußen (als Friedrich I.) Die
beiden Territorien waren anfangs nur durch die Person des Herrschers
verbunden. Der Königstitel beschränkte sich auf das vorherige
Herzogtum Preußen und dieses war – anders als die Mark Brandenburg –
nicht Teil des Heiligen Römischen Reiches. Auch andere deutsche
Kurfürsten erwarben in dieser Zeit ausländische Königskronen, August
der Starke
von Sachsen 1697 die polnisch-litauische und Georg
von Hannover
 1714 die britisch-irische.

Im
18. Jahrhundert waren die zahlreichen Landesteile noch unverbunden
oder wenig zusammenhängend, sodass erst langsam ein Einheitsstaat
entstehen konnte, für den sich der Name Preußen einbürgerte. Aus den
kurfürstlich-brandenburgischen Institutionen wurden
königlich-preußische. Polen hatte noch die Hoheit über das spätere Westpreußen,
was die Benennung König
von Preußen
 für den Regenten nicht möglich machte. Friedrich
Wilhelm I.
, genannt „der Soldatenkönig“, übernahm 1713 die
Regierung und machte den preußischen Staat durch Aufrüstung zur
Militärmacht[49],
ohne jedoch die starke Armee nennenswert einzusetzen. Er förderte
vielmehr die Wirtschaftsentwicklung und sanierte die Staatsfinanzen,
die unter seinem verschwenderischen Vater und dessen Drei-Grafen-Kabinett ruiniert
worden waren. 1702 beanspruchten die Hohenzollern den Privatbesitz
des erloschenen Hauses Oranien und
erhielten ihn im Frieden
von Utrecht
 1713 auch, allerdings trat Friedrich Wilhelm I. ihn
1732 zum Großteil an das Haus Nassau-Diez ab.



Friedrich der Große
 (von Ziesenis, 1763)

Sein Sohn Friedrich
der Große
 nutzte dann aber nach seinem Regierungsantritt 1740
das neue militärische Potenzial und gelangte durch die zwischen 1740
und 1763 geführten Schlesischen
Kriege
 an Schlesien und
die Grafschaft
Glatz
.[50] Damit
begann ein direkter Wettstreit der Hohenzollern mit den Habsburgern um
die Vormacht.[4] Die
Eroberungen konnten im Siebenjährigen
Krieg
 von 1756 bis 1763 mit großen Kosten an Menschenleben,
Steuerleistungen und Verheerungen, vor allem in den Nachbarländern,
nur mit Glück, Geschick und Mühe gehalten werden. Bei der ersten
polnischen Teilung
 1772 erhielt Friedrich der Große Teile
Westpreußens und konnte sich somit König von Preußen nennen.[51] Mit
der Landbrücke zwischen Pommern und Ostpreußen wurde Letzteres auch
erstmals direkt an die Stammlande im Reich angeschlossen. Friedrich
II. führte die wirtschaftliche Entwicklung der vielen Provinzen des
Landes zielstrebig weiter. Mit den Schlossbauten und dem Park von Sanssouci hinterließ
er ein Weltkulturerbe. Sein Neffe und Nachfolger Friedrich
Wilhelm II.
 erwarb durch die Zweite und Dritte Teilung
Polens
 mit Süd- und Neuostpreußen noch beträchtliche Territorien
hinzu.


Preußen im Deutschen
Bund
 nach den Napoleonischen
Kriegen
 in dunkelblauer Farbe (1815)


Preußen im Deutschen
Reich
 nach dem Ersten
Weltkrieg
 in dunkelblauer Farbe (1920)

Der Wiener
Kongress
 1815 brachte während der Regentschaft Friedrichs
Wilhelm III.
 nach den Napoleonischen
Kriegen
 mit dem Rheinland und Westfalen weitere
wichtige Gebiete zu Preußen. Zu dieser Zeit gab es auch gewaltige
nationalökonomische Veränderungen. Im Zuge der Stein-Hardenbergschen
Reformen
 wurde 1810 die Gewerbefreiheit eingeführt,
das Oktoberedikt hob
die Erbuntertänigkeit auf.
In Preußen vollzog sich später die Industrielle
Revolution
, wobei bestimmte Regionen des Landes ökonomisch
dominant wurden.


Friedrich Wilhelm IV.
, der „Romantiker auf dem Thron“,
bereicherte den Park von Sanssouci, Berlin und andere Orte um
bedeutende Bauten. Er sah sich gezwungen, die Umwandlung des Landes
in eine konstitutionelle
Monarchie
 hinzunehmen, verweigerte aber die Annahme der
deutschen Kaiserkrone aus der Hand der Frankfurter
Nationalversammlung
. Sein Bruder und Nachfolger Wilhelm
I.
 schlug die Revolution
von 1848/49
 nieder und verfolgte eine ebenso konservative wie
expansionistische Politik, gesteuert von seinem Ministerpräsidenten Otto
von Bismarck
.

Nach dem Deutschen
Krieg von 1866
 erhielt Preußen HannoverSchleswigHolsteinNassauSachsen und Kurhessen als Provinzen.
Preußen hatte die Vormachtstellung, und so wurde Wilhelm I. 1871 der
erste Kaiser im neu
geschaffenen
 Deutschen Reich, dessen mit Abstand größter Teil
Preußen fortan war. Auf Anraten Bismarcks wurde die Bezeichnung Deutscher
Kaiser
 anstelle von Kaiser von Deutschland gewählt.[52][53] Der
Kaiser sollte als primus
inter pares
 unter den deutschen
Bundesfürsten
 angesehen werden, außerdem schloss die Kleindeutsche
Lösung
 das Erzherzogtum
Österreich
 und das Königreich
Böhmen
 aus, die ebenfalls zum Heiligen
Römischen Reich deutscher Nation
 gehört hatten (Böhmen war von
Beginn an eines der Kurfürstentümer gewesen) und die mit ihren
Habsburger Herrschern über viele Jahrhunderte dessen Kaiser gestellt
hatten. Großherzog Friedrich
I. von Baden
 umging aus Rücksicht auf Wilhelm bei der Kaiserproklamation
in Versailles
 die heikle Problematik. Er rief bei der Zeremonie
am 18. Januar 1871 „Seine Kaiserliche und Königliche Majestät,
Kaiser Wilhelm, lebe hoch“.

Nach der kurzen
Regentschaft Friedrichs
III.
 folgte am 15. Juni 1888 Wilhelm II. als deutscher Kaiser.
Wilhelm II. strebte eine Großmachtstellung an und forcierte die
koloniale Expansion. Die Ermordung des österreichischen
Thronfolgers Franz
Ferdinand
 am 28. Juni 1914 setzte Ereignisse in Gang, die
unmittelbar darauf den Ersten
Weltkrieg
 auslösten. Die Monarchie endete im Deutschen Reich am
9. November 1918 mit der Ausrufung der Republik in Berlin und der
späteren Abdankung Wilhelms II. Der Kaiser ging ins niederländische
Exil, wo er später, bis zu seinem Tode, Haus
Doorn
 bewohnte.

Galerie
.
Die Könige in und von Preußen in
chronologischer Reihenfolge:


Die Markgrafen von Brandenburg-Schwedt

→ HauptartikelBrandenburg-Schwedt

Die Herrschaft
Schwedt
 wurde 1688 einem Sohn des Großen Kurfürsten Friedrich
Wilhelm
 gegeben, der sich Philipp
Wilhelm
, Markgraf von Brandenburg-Schwedt nannte. Die
Grundherrschaften lagen in der UckermarkNeumark und
in Hinterpommern.
Nachdem die Linie 1788 erloschen war, fiel Schwedt an Preußen.


Die Hohenzollern seit dem Ende des Kaiserreichs



Wilhelm II.
 mit dem einstigen Kronprinz Wilhelm und
dessen Sohn Wilhelm im
Jahr 1927

Kaiser Wilhelm
II. unterzeichnete am 28. November 1918 im niederländischen Exil
eine Abdankungsurkunde. Kronprinz Wilhelm wurde
von der niederländischen Regierung auf der Insel
Wieringen
 untergebracht und unterschrieb am 1. Dezember 1918
ebenfalls eine Abdankungserklärung. Er konnte im Jahr 1923 auf
Betreiben Gustav
Stresemanns
 nach Deutschland zurückkehren.[54]

Wilhelm II.
lebte die ersten eineinhalb Jahre im Exil in Amerongen bei Utrecht.
Die ehemaligen Kriegsgegner forderten erfolglos seine Auslieferung.
Das Haus Doorn nahm er 1920 als Wohnsitz. Nach Deutschland kehrte
Wilhelm II. nicht mehr zurück. Er empfing regelmäßig Besucher aus
der Heimat, schrieb zahlreiche Bücher und hielt eine erneute
deutsche Monarchie seinerzeit für möglich. Im Jahr 1921 starb seine
Gattin Auguste
Viktoria
; 1922 heiratete er Hermine
von Schoenaich-Carolath
. Wilhelm II. starb 1941 in den
Niederlanden und wurde im Park des Hauses Doorn beigesetzt.

Wenige Tage nach
der Novemberrevolution im Jahr 1918 wurde das Vermögen der
Hohenzollern beschlagnahmt und vom preußischen Finanzministerium
verwaltet. In der Auseinandersetzung um die sogenannte Fürstenenteignung verhandelte
die Familie bis 1926 mit dem preußischen Staat. Am 26. Oktober 1926
wurde das „Gesetz über die Vermögensauseinandersetzung zwischen dem
Preußischen Staat und den Mitgliedern des vormals regierenden
Preußischen Königshauses“ verabschiedet. Weiterhin erfolgte 1927 die
Gründung der „Verwaltung
der Staatlichen Schlösser und Gärten“
. Der Staat Preußen behielt
75 Schlösser, die Hohenzollern bekamen 39 Gebäude zurück. Die
Mehrheit der erhaltenen Gebäude wurde allerdings im Zweiten
Weltkrieg
 zerstört. Heute verfügt die brandenburgisch-preußische
Linie lediglich noch über zwei Drittel der Burg Hohenzollern.


Louis Ferdinand von Preußen
, der Sohn von Kronprinz Wilhelm und
seiner Gattin Cecilie,
war ab 1951 Chef des
Hauses. Bei dem Hohenzoller wurde von der Familie bei der Anrede
noch das traditionelle Adelsprädikat„Kaiserliche
und Königliche Hoheit
des Kronprinzen präferiert[55] (andere
Familienmitglieder „Königliche Hoheit“), was auch ein Bekenntnis zur
Monarchie war.[56] Mit
der Weimarer
Verfassung
 wurden 1919 in ganz Deutschland die Vorrechte der
Geburt respektive des Standes aufgehoben. Seit der Abschaffung der
Sonderrechte und Titel des deutschen
Adels
 heißen die brandenburgisch-preußischen Hohenzollern mit
bürgerlich-rechtlichem Familiennamen Prinz beziehungsweise
Prinzessin von Preußen. Louis Ferdinand von Preußen veranlasste
1952, die Stammburg mit historisch bedeutsamen Gegenständen zur
Geschichte Preußens auszustatten.[57] Ebenfalls
1952 wurde die Prinzessin
Kira von Preussen Stiftung
 gegründet, mit welcher sich die
Familie noch heute gesellschaftlich engagiert und Kindern den
Aufenthalt auf der Burg Hohenzollern ermöglicht. Ein wichtiges
Ereignis für die Hohenzollern war die Überführung des Sarges
Friedrichs des Großen im August 1991 von der Burg Hohenzollern nach
Schloss Sanssouci.



Georg Friedrich Prinz von Preußen
, der Chef der
brandenburgisch-preußischen Hohenzollern,

Gegenwärtig gibt
es circa 50 Familienangehörige der brandenburgisch-preußischen
Hohenzollern (Stand 2016).[58] Chef
des Familienzweiges ist seit 1994 Georg
Friedrich Prinz von Preußen
. Er wurde als Sohn des bereits 1977
verstorbenen Louis
Ferdinand von Preußen junior
 und dessen Gemahlin Donata geboren.
Georg Friedrich von Preußen folgte seinem Großvater Louis Ferdinand
von Preußen und seinem Urgroßvater Wilhelm von Preußen als
Familienoberhaupt. Friedrich
Wilhelm Prinz von Preußen
, der erstgeborene Sohn des vorherigen
Chefs Louis Ferdinand von Preußen, ist 1967 nach dem preußischen
Hausgesetz
 von der Erbfolge ausgeschlossen worden, weil er – wie
ein Jahr zuvor der zweitgeborene Michael
von Preußen
 – eine nichtebenbürtige Ehe
eingegangen war.

Georg Friedrich
von Preußen vermählte sich im August 2011 mit Sophie Prinzessin von
Isenburg
, die er bereits seit der frühen Kindheit kennt. Das
Paar wurde von Oberbürgermeister Jann
Jakobs
 im Trausaal des Stadthauses in
Potsdam standesamtlich getraut. Der deutsche und internationale
Hochadel fand sich unter den über 650 Gästen bei einem ökumenischen
Gottesdienst in der Friedenskirche im
Park von Schloss
Sanssouci
 ein. Die kirchliche Trauung wurde vom
öffentlich-rechtlichen Fernsehsender rbb übertragen
und von Rolf
Seelmann-Eggebert
 kommentiert. Aus der Verbindung gingen 2013
die Söhne Carl Friedrich und Louis Ferdinand sowie 2015 die Tochter
Emma Marie hervor,[59][60] 2016
wurde der Sohn Heinrich geboren.

Im Rahmen der
Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag des Geburtstages Friedrichs des
Großen im Jahr 2012 wurde Georg Friedrich von Preußen von
Bundespräsident Christian
Wulff
 ins Schloss
Bellevue
 eingeladen.[61]

Georg Friedrich
von Preußen eröffnete im Jahr 2016 eine Ausstellung zum Wiederaufbau
des Berliner Schlosses
 auf der Burg Hohenzollern.[62] Das Berliner
Schloss
 war einst königlich-preußische und später kaiserliche
Residenz. Der Neubau wird nach der Fertigstellung ab dem Jahr 2019
vom Humboldt
Forum
 der Stiftung
Humboldt Forum im Berliner Schloss
 genutzt werden.

Galerie –Die Chefs des
vormaligen Königshauses, die aufgrund der Abschaffung der Monarchie
selbst nicht regierten:

Die
brandenburgisch-preußischen Hohenzollern
Die
Herzöge in Preußen
Regent Herrschaft Bemerkungen

Albrecht I.
 (* 1490; † 1568)
1525–1568 1. Herzog
in Preußen
, Sohn von Friedrich
II.
, dem Markgrafen
von Brandenburg-Ansbach
 und Brandenburg-Kulmbach

Albrecht Friedrich
 (* 1553; † 1618)
1568–1618 2. Herzog in Preußen, letzter Herrscher aus der
preußischen Linie im engeren Sinne

Georg Friedrich I. der Ältere
 (* 1539; † 1603)
1578–1603 vormundschaftlich für Albrecht Friedrich, auch Markgraf
von Brandenburg-Ansbach

Joachim Friedrich
 (* 1546; † 1608)
1603–1608 ab 1603 vormundschaftlich für Albrecht Friedrich,[63] Familienzweig
der Markgrafen
und Kurfürsten von Brandenburg
, Sohn von Johann
Georg von Brandenburg

Johann Sigismund
 (* 1572; † 1619/20)
1608–1618, danach bis 1619 alleiniger Herzog Personalunion zwischen der Mark Brandenburg und dem
Herzogtum Preußen (Belehnung 1611, Herzog 1618)

Georg Wilhelm
 (* 1595; † 1640)
1619–1640 1618 bis 1701 Brandenburg-Preußen

Friedrich Wilhelm
 (* 1620; † 1688)
1640–1688 Beiname: der Große Kurfürst

Friedrich III.
 (* 1657; † 1713)
1688–1701 ab 1701 als Friedrich I. König in Preußen
Die
Könige in und von Preußen
Regent Herrschaft Bemerkungen

Friedrich I.
 (* 1657; † 1713)
1701–1713 erster König in Preußen

Friedrich Wilhelm I.
 (* 1688; † 1740)
1713–1740 Beiname: der Soldatenkönig

Friedrich II.
 (* 1712; † 1786)
1740–1786 Beiname: der Große, volkstümlich auch der alte
Fritz
; ab 1740 König in und ab 1772 König
von Preußen

Friedrich Wilhelm II.
 (* 1744; † 1797)
1786–1797 Sohn von August
Wilhelm

Friedrich Wilhelm III.
 (* 1770; † 1840)
1797–1840

Friedrich Wilhelm IV.
 (* 1795; † 1861)
1840–1861

Wilhelm I.
 (* 1797; † 1888)
1861–1871 ab 1861 König von Preußen, ab 1867 Inhaber des Bundespräsidiums des Norddeutschen
Bundes
, Sohn von Friedrich Wilhelm III.
Deutsche
Kaiser und Könige von Preußen
Regent Herrschaft Bemerkungen

Wilhelm I.
 (* 1797; † 1888)
1871–1888 ab 1871 Deutscher Kaiser

Friedrich III.
 (* 1831; † 1888)
1888

Wilhelm II.
 (* 1859; † 1941)
1888–1918
Chef des
Hauses Hohenzollern
Chef Herrschaft Bemerkungen

Wilhelm II.
 (* 1859; † 1941)
1918–1941 Deutscher Kaiser bis zur Novemberrevolution und
Abdankung im Jahr 1918

Wilhelm
 (* 1882; † 1951)
1941–1951 vormals Deutscher Kronprinz

Louis Ferdinand
 (* 1907; † 1994)
1951–1994

Georg Friedrich
 (* 1976)
seit 1994 Sohn von Louis
Ferdinand junior


Die
schwäbischen Hohenzollern
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

→ HauptartikelSchwäbische
Hohenzollern


Die Hohenzollern bis zur Erbteilung von 1576
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]


Grafschaften und Herrschaften der Hohenzollern 1370

Der von Friedrich
IV. von Zollern
 (* um 1188; † um 1255) begründete Familienzweig
entstand zeitgleich mit der fränkischen Linie. Die fränkischen
Hohenzollern respektive später die brandenburgisch-preußischen
Hohenzollern entwickelten sich nunmehr unabhängig von den
schwäbischen Hohenzollern, womit die gemeinsame Geschichte der
beiden heutigen Linien „von Preußen“ und „von Hohenzollern“ ihr Ende
fand.

Im späten
12. Jahrhundert vergrößerten die Hohenzollern ihren Besitz bis an
den Rhein und
an die untere Donau,
mit Ausläufern im Elsass und am Neckar.[19]Das
Geschlecht gehörte im 13. Jahrhundert zu den mächtigsten Familien im
süddeutschen Raum,[64] die
Grafschaft umfasste einen nicht unbedeutenden Allodialbesitz.[27] Ein
zollerisches Stadtgericht ist in Hechingen 1285, ein Landgericht
1542 nachweisbar.[65]



Klosterkirche Stetten
 bei Hechingen, einst die
Erbgrablege der schwäbischen Hohenzollern

Hechingen wurde
in einer Urkunde von Friedrich
V.
 mit dem Beinamen „der Erlauchte“ vom 31. Dezember 1255
genannt, was als Beleg für das Stadtrecht gilt; außerdem erhielt Balingen im
selben Jahr das Stadtrecht. Das Kloster
Stetten
 in Hechingen wurde 1267 durch eine Stiftung von
Friedrich V. und seiner Gemahlin Uodelhilt zum Hauskloster und für
zwei Jahrhunderte zur Grablege der schwäbischen Hohenzollern. Das
schon vorhandene Kloster
Alpirsbach
 war geographisch ungünstig gelegen.

Mit den Söhnen
von Friedrich V. wurde 1288 noch zu Lebzeiten des Vaters eine
Trennung in die Linie Zollern-Zollern und die Schalksburger Linie
vorgenommen. Friedrich
VI.
, genannt „der Ritter“, erbte die Grafschaft Zollern mit der
Stammburg. Friedrich
I. von Zollern-Schalksburg
 begründete einen Familienzweig, der
Eigner der Herrschaft
Schalksburg
 mit Balingen wurde.
In historischen Quellen wird Friedrich I. wegen seiner Gemahlin, der
Udilhild von Merkenberg, auch als Friedrich I. von Merkenberg
bezeichnet. Als Ergebnis der Erbteilung wurde somit die Herrschaft
Schalksburg und ebenfalls Mühlheim vom Kernbesitz abgetrennt.[66][67] Mühlheim
wurde 1391 von Graf Friedrich V. (Fritz), genannt „Mülli“, dem
letzten Grafen der Schalksburger Linie, an Conrad von Weitingen
verkauft, Schalksburg 1403 an Graf Eberhard von Württemberg.[68] Die
Schalksburger Linie erlosch bereits wieder 1408.

Im
14. Jahrhundert bildeten sich mit den Söhnen Friedrichs
VIII.
, genannt „Ostertag“, die Straßburger Linie mit Friedrich
dem Straßburger
 und die Schwarzgräfliche Linie mit Friedrich
IX.
, die jedoch 1412 erlosch. Der Besitz der Straßburger Linie
wurde 1402 zwischen Friedrich
XII.
, genannt „der Öttinger“, und seinem Bruder Eitel
Friedrich I.
 aufgeteilt. Nach dem Aussterben der
Schwarzgräflichen Linie kam es zwischen den Brüdern zu
Erbstreitigkeiten, die zu einer Fehde führten. Der Öttinger hatte
finanzielle Probleme und verlor deshalb fast seinen gesamten Besitz;[69] der
Graf von Württemberg konnte das Eigentum übernehmen. Friedrich XII.
verursachte mit seinen militärischen Aktionen in Schwaben, unter
anderem gegen die Reichsstadt Rottweil,
ein entschlossenes Vorgehen seiner Gegnerschaft. Das Rottweiler Hofgericht sprach
1418 gegen den Grafen die Reichsacht aus
mit der Konsequenz, dass die Burg Hohenzollern 1423 durch die
schwäbischen Reichsstädte zerstört wurde. Sein Bruder Eitel
Friedrich I. verpfändete zwar auch Besitzungen an Württemberg,
konnte diese später größtenteils aber wieder zurückerlangen. Ein
ungünstiger Erbvertrag mit Württemberg von 1429 wirkte sich nicht
negativ aus. Bei Fehlen eines männlichen Erben wäre der gesamte
Besitz an den Rivalen gefallen.[70] Die
Stammburg wurde ab 1454 durch dessen Sohn Jobst
Nikolaus I.
 mit brandenburgischer und habsburgischer Unterstützung
wiederhergestellt.

Da im
15. Jahrhundert Besitz im Schwarzwald und im Elsass verlorenging,
stellten die Besitzungen der Zollern jetzt nur noch kleine Gebiete
um Hechingen dar.[71] Der
Sohn von Jobst Nikolaus I., Eitel
Friedrich II.
, war militärisch für Kaiser Maximilian
I. von Habsburg
 in den Niederlanden tätig; auch nahm er unter
anderem 1497 an der Schlacht
bei Guinegate
 teil. Aufgrund der Freundschaft mit dem Kaiser
konnte großer Einfluss auf die Reichspolitik genommen werden. Eitel
Friedrich II. war der erste Präsident des 1495 neu geschaffenen Reichskammergerichts;[72] Maximilian
I. eröffnete persönlich das Gericht und nahm dem Grafen den Amtseid
ab.

In der Mitte des
16. Jahrhunderts verfügten die Hohenzollern erneut über größeren
Besitz. Die Grafschaft Zollern wurde 1535 durch Karl
I.
 um die neu hinzugekommenen Grafschaften Sigmaringen und Veringenergänzt. Karl
V.
 aus dem Haus Habsburg vergab das Reichslehen an die
Hohenzollern, das zuvor den Werdenbergern gehörte.
Der spätere Kaiser war 1516 bereits der Taufpate von Karl I.; der
Hohenzoller wurde nach Karl V. genannt und wuchs in seiner
unmittelbaren Umgebung auf,[73] was
das gute Verhältnis zum Herrscher erklärt. Nach dem Tode Karls I.
Cousin Jobst
Nikolaus II.
 im Jahr 1558 befand sich das Hausgut ungeteilt
in einer Hand. Die Familie hatte wieder signifikanten Einfluss
erlangt und war auch auf der Reichsebene aktiv. In der Grafschaft
Zollern war im 16. Jahrhundert der Adel als Grundherr verdrängt und
der geistliche Besitz begrenzt worden.[74]

Die Grafschaft
Sigmaringen Karls I. wurde in der nächsten Generation zur Grafschaft
Hohenzollern-Sigmaringen. Der Historiker Wilfried Schöntag
publizierte zur Vorgeschichte der Grafschaft
Hohenzollern-Sigmaringen und stellte fest: König Rudolf
I. von Habsburg
 war ab 1290 Eigentümer der Herrschaft
Sigmaringen, die oftmals verpfändet wurde. Im Jahr 1399 kam die
Herrschaft an die Grafen von
Werdenberg
 nachdem sie zuvor bei den Württembergern war. Kaiser Friedrich
III.
 machte die Herrschaft 1460 zur Grafschaft. Als die
Werdenberger 1534 ausstarben, wurden die Hohenzollern am
24. Dezember 1535 mit den Grafschaften Sigmaringen und Veringen belehnt.[75]

Die Besitzungen
wurden 1576 aufgrund einer Erbteilung in Hohenzollern-Hechingen,
Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Haigerloch geteilt.
Die Brüder Eitel
Friedrich I. (IV.)
Karl
II.
 und Christoph erhielten
Herrschaftsgebiete, der Bruder Joachim wurde
abgefunden. Ein Jahr zuvor wurde 1575 mit dem ersten Zollerischen Hausgesetz die
Primogenitur festgelegt, die nach dem Tode Karls I. für die drei
gestifteten Linien galt. Der Vorrang des Erstgeborenen verhinderte
zukünftige Teilungen des Besitzes und schaffte territoriale
Stabilität. Die Familienzweige führten den gleichen Titel „Graf zu
Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und
Wehrstein, des Heiligen Römischen Reiches Erbkämmerer“ und das
gleiche Wappen.[76] Hohenzollern-Hechingen
zählte zum Allodialbesitz der Familie, bei Hohenzollern-Sigmaringen
handelte es sich um ein Lehen von Österreich. Die Herrschaft
Haigerloch, die 1767 der Linie Hohenzollern-Sigmaringen zufiel,
zählte zum Eigengut.

Die politische
Nähe zu den Habsburgern führte 1623 zur Erhebung in den
Reichsfürstenstand.[77] In
der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nahmen die schwäbischen und
brandenburgisch-preußischen Hohenzollern wieder politischen Kontakt
auf. Anderthalb Jahrhunderte war die unterschiedliche Religion
ohnehin trennend.[78] Die
Grafschaften respektive Fürstentümer gehörten bis zur Auflösung des
Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 zum Schwäbischen
Reichskreis
.

Die Stammlande
der Hohenzollern wurden von folgenden Grafen regiert:




Grafschaft und Fürstentum Hohenzollern-Hechingen
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

→ HauptartikelHohenzollern-Hechingen


Neues Schloss
 in Hechingen

In den Grenzen
von Hohenzollern-Hechingen befand sich die Burg Hohenzollern, der
Stammsitz der Hohenzollern. Die Grafschaft respektive das Fürstentum
existierte erst als Grafschaft Zollern, ab 1576 als Grafschaft
Hohenzollern-Hechingen und ab 1623 als Fürstentum
Hohenzollern-Hechingen. Bei der vorherigen Grafschaft Zollern
handelte es sich um verstreute Besitzungen, die sich zu einem
zusammenhängenden Gebiet entwickeln mussten. Das Fürstentum
Hohenzollern-Hechingen veränderte sich kaum mehr.


Eitel Friedrich I. (IV.)
 (* 1545; † 1605) begründete die Linie
Hohenzollern-Hechingen und führte den Familienzweig der
ursprünglichen Hohenzollern fort. Im Reich wurde er als kaiserlicher
Oberst und Mitglied des Reichskammergerichts tätig. Der Graf ließ
ein Schloss im Renaissancestil in
Hechingen errichten, dort wo später das Neue
Schloss
 gebaut wurde. Die Residenz machte er zu einem
kulturellen Zentrum, was seinen Beinamen „der Prächtige“ erklärt.
Weiterhin veranlasste er den Umbau der Klosterkirche
St. Luzen
.


Johann Georg
, der Sohn Eitel Friedrichs, wurde 1623 von Kaiser Ferdinand
II.
 für sein Engagement für das Reich und die katholische Sache
in den Reichsfürstenstand erhoben. Er hatte die Ämter des
Reichskammergerichtspräsidenten und Präsidenten des Reichshofrats
inne.[80] Sein
Sohn Eitel
Friedrich II.
 wurde 1653 in das Reichsfürstenkollegium des
Reichstages eingeführt. In dessen Regierungszeit fiel der von 1618
bis 1648 dauernde Dreißigjährige
Krieg
, in dem er als General für Ferdinand II. tätig war.
Hohenzollern-Hechingen blieb katholisch; das größere Württemberg
gehörte der Protestantischen
Union
 an. Das Fürstentum, dessen Burg Hohenzollern insbesondere
strategisch von Bedeutung war, wurde von Schweden und Württembergern
besetzt und verwüstet.

Nach dem Tode
des Fürsten im Jahr 1661 folgte sein Bruder Philipp als
Regent. Zuvor war Philipp bereits Domherr in Köln und Straßburg.
Kaiser Leopold
I.
 gestattete ihm die Führung des Fürstentitels, der bis dahin
nur dem Erstgeborenen zustand. Dessen Sohn Friedrich
Wilhelm
, ein Reichsgeneral und Feldmarschall, bekam 1692
ebenfalls von Leopold I. das Recht dauerhaft zugestanden. Danach
regierte Friedrich
Ludwig
 und im Anschluss dessen Vetter Josef
Friedrich Wilhelm
.

Im Jahr 1798
übernahm sein Neffe Hermann die
Regentschaft, der in der Zeit des Absolutismus herrschte. Er hob im
ersten Regierungsjahr die Leibeigenschaft auf und bekam im Rahmen
der Säkularisation Entschädigungen,
unter anderem das Kloster Stetten. Sein Sohn Friedrich war
ein französischer Obrist. Der Fürst stand auf der Seite des Rheinbundsund
Napoleon Bonapartes; später wurde das Fürstentum Mitglied des Deutschen
Bundes
.

Die Revolution
von 1848
 war ursächlich für die Beendigung der Herrschaft der
Hohenzollern im Fürstentum. Am 16. Mai des gleichen Jahres erfolgte
die Verkündigung einer liberalen Verfassung. Grundrechte wurden
garantiert, und Gesetze bedurften der Zustimmung der 15 gewählten
Abgeordneten der Landesvertretung. Der letzte regierende Fürst Konstantin präferierte
aufgrund der Einschränkungen die Abdankung und unterzeichnete am 7.
Dezember 1849 einen Abtretungsvertrag mit Preußen. Die
Besitzergreifung durch Preußen erfolgte am 8. April 1850; das
Territorium wurde ein Teil der Hohenzollernschen
Lande
Friedrich
Wilhelm IV.
 nahm am 23. August 1851 die Erbhuldigung entgegen
und betrieb engagiert den Wiederaufbau der Stammburg Hohenzollern in
ihrer heutigen Form.

Als weitere
markante Bauwerke existieren in Hechingen das am Anfang des 19.
Jahrhunderts unter Fürst Friedrich errichtete Neue Schloss und das
am Anfang des 18. Jahrhunderts unter Fürst Friedrich Wilhelm
erbaute Alte
Schloss
. In den Räumlichkeiten des Alten Schlosses befindet sich
heute die Sammlung des Hohenzollerischen
Landesmuseums
.

Im Jahr 1952
wurde Baden-Württemberg durch
Zusammenschluss der Länder Württemberg-HohenzollernWürttemberg-Baden und Baden geschaffen.
Württemberg-Hohenzollern bestand aus dem südlichen Teil des
ehemaligen Königreichs
Württemberg
 und aus den zwei einstigen hohenzollernschen
Fürstentümern.

Die Burg
Hohenzollern wurde am 3. September 1978 durch ein Erdbeben schwer
beschädigt. Umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen waren nötig, die
erst am Anfang der 1990er Jahre beendet wurden.

Als Regenten von
Hohenzollern-Hechingen wirkten:




Grafschaft und Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

→ HauptartikelHohenzollern-Sigmaringen

Karte der Hohenzollernschen
Lande
 von 1930 (Teil von Preußen)



Schloss Sigmaringen
, das Residenzschloss der Fürsten
von Hohenzollern-Sigmaringen


Karl Friedrich von Hohenzollern, Chef des Hauses
Hohenzollern-Sigmaringen

Parallel zu
Hohenzollern-Hechingen entstand 1576 die Grafschaft
Hohenzollern-Sigmaringen mit Karl
II.
 (* 1547; † 1606) als ersten Regenten, der zudem Hauptmann
und Landvogt im Elsass war. Die Grafschaft stellte einen größeren
Besitz als Hohenzollern-Hechingen dar, das allerdings Eigengut war.

Die Erhebung zum
Fürstentum wurde 1623 während des Dreißigjährigen Krieges
ausgesprochen, und Johann wurde
der erste Fürst. Johanns jüngerer Bruder Eitel
Friedrich
 hatte die Position eines Bischofs von Osnabrück inne.

Als nächster
Fürst kam Meinrad
I.
 an die Macht, dann sein Sohn Maximilian,
der gegen die Franzosen und Türken kämpfte und 1683 an der Schlacht
am Kahlenberg
 teilnahm.[81] Der
folgende Regent Meinrad
II.
 war österreichischer Militär, unter anderem kämpfte er im Spanischen
Erbfolgekrieg
. Sein jüngerer Sohn Franz
Wilhelm
 wirkte als regierender Graf
von Bergh’s-Heerenberg
; der ältere Sohn Joseph
Friedrich Ernst
 wurde nächster Fürst von
Hohenzollern-Sigmaringen. Er stand sowohl im Dienste der Habsburger
als auch der Wittelsbacher. Fürst Karl
Friedrich
 zog im Siebenjährigen
Krieg
 gegen Preußen in die Schlacht.

Anschließend
regierten erst Anton
Aloys
 und später Karl,
der in den Koalitionskriegen sowohl
auf der französischen Seite als auch ab 1813 auf der Seite der
Alliierten kämpfte. Amalie
Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen
, die Gattin von Anton
Aloys, konnte aufgrund ihrer guten Beziehungen zur Ehefrau von
Napoleon Bonapartes einen Verlust der Souveränität der beiden
hohenzollernschen Fürstenhäuser am Anfang des 19. Jahrhunderts
verhindern; eine drohende Mediatisierung konnte
abgewendet werden.

Als letzter
Regent wirkte bis 1849 Karl
Anton
. Auch in Hohenzollern-Sigmaringen gab es 1848 ebenso wie
in Hohenzollern-Hechingen revolutionäre
Ereignisse
. Am 6. April 1850 fiel das Fürstentum an Preußen und
wurde ein Teil der Hohenzollernschen Lande. 1873 wurde der Landeskommunalverband in Sigmaringen zur
Selbstverwaltung geschaffen. Karl Antons ältestem Sohn Leopold wurde
der spanische Thron angeboten, was 1870 als Grund für den Deutsch-Französischen
Krieg
 diente.

Bei den
schwäbischen Hohenzollern existiert in der Gegenwart nur noch die
Linie Hohenzollern-Sigmaringen mit Karl
Friedrich von Hohenzollern
 als Chef des Hauses. Die Linie
Hohenzollern-Hechingen wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht
fortgeführt. Aus diesem Grunde wird bei Hohenzollern-Sigmaringen der
Zusatz Sigmaringen beim Namen weggelassen. In der wilhelminischen
Epoche
 stand das Fürstengeschlecht im gesellschaftlichen Rang
gleich nach der deutschen Kaiserfamilie.[82] Das
Familienoberhaupt führt das traditionelle Adelsprädikat „Hoheit“
(ansonsten „Durchlaucht“). Bis heute befinden sich Schloss
Sigmaringen
, ein Drittel-Anteil der Burg Hohenzollern, Schloss
Umkirch
, das Jagdschloss Josefslust und Schloss
Krauchenwies
 im Eigentum des Fürstenhauses. Weiterhin besitzt
ein Seitenzweig die Burg
Namedy
.

Die Regenten von
Hohenzollern-Sigmaringen waren:

Die Chefs des
fürstlichen Hauses Hohenzollern ab 1869:


Grafschaft Hohenzollern-Haigerloch
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

→ HauptartikelHohenzollern-Haigerloch

Die Grafschaft
Hohenzollern-Haigerloch bestand ab dem Jahr 1576. Das Gebiet fiel
1767 endgültig an Hohenzollern-Sigmaringen; kurzfristig gab es
bereits zwischen 1634 und 1681 eine Verbindung. Die Burg
Haigerloch
 wurde erstmals 1095 genannt und gehörte den Grafen
von Haigerloch
-Wiesneck. Der erste Graf von
Hohenzollern-Haigerloch war nach der Erbteilung von 1576 Christoph,
ein Sohn von Karl
I. von Hohenzollern
. Christoph wurde Haigerloch,Wehrstein und
weiterer Besitz übergeben. Die Linie wurde im Gegensatz zu den
anderen beiden Familienzweigen nicht in den Reichsfürstenstand
erhoben.


Die
rumänischen Hohenzollern
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

Das Königreich
Rumänien
 existierte von 1881 bis 1947 und entwickelte sich aus
dem Fürstentum
Rumänien
. Als erster König wirkte Karl
I. von Rumänien
, dessen Proklamation am 26. März 1881 erfolgte.
Er wurde bereits 1866 nach Alexandru
Ioan Cuza
 zweiter Fürst und war der Sohn von Fürst Karl Anton
von Hohenzollern-Sigmaringen. Kaiser Napoleon
III.
 von Frankreich schlug Karl als Regenten vor, und das
rumänische Volk sprach sich in einer Abstimmung für den Hohenzoller
aus. Der letzte König Michael
I.
 wurde am 30. Dezember 1947 von der Rumänischen
Kommunistischen Partei
 zur Abdankung gezwungen und musste das
Land verlassen. Michael I. war im königlichen
Staatsstreich von 1944
 bedeutsam. Er ist der Chef der
rumänischen Hohenzollern. Als Nachfolgerin wurde seine älteste
Tochter Margarita (*
1949) bestimmt.[83][84] Michael
und die Mitglieder seines Hauses tragen seit 2011 gemäß einem
Familienentscheid nicht mehr den Namen Hohenzollern-Sigmaringen.

  • 1866–1914 Karl
    I.
     (* 1839; † 1914), auch Karl von Hohenzollern-Sigmaringen,
    zuerst Fürst, ab 1881 König
  • 1914–1927 Ferdinand
    I.
     (* 1865; † 1927), Neffe von Karl I.
  • 1927–1930 Michael
    I.
     (* 1921; † 2017), Enkel von Ferdinand I., Sohn von Karl
    II.
  • 1930–1940 Karl
    II.
     (* 1893; † 1953)
  • 1940–1947 Michael I. (* 1921;
    † 2017), erneut König


Publikationen und Forschungsinstitute
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]



Rudolf von Stillfried-Rattonitz
 verfasste die
„Monumenta Zollerana“.


Gustav Schilling
 verfasste 1843 das Werk „Geschichte des Hauses
Hohenzollern in genealogisch fortlaufenden Biographien aller seiner
Regenten von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten. Nach Urkunden
und andern authentischen Quellen“.

Im Jahr 1847
erschien von Rudolf
von Stillfried-Rattonitz
 und Traugott Märker die Schrift
„Hohenzollersche Forschungen“, welche die schwäbische Linie
thematisierte. Eine Fortsetzung zu den fränkischen Hohenzollern war
zwar geplant, wurde aber nicht realisiert. Die ab 1852
veröffentlichte „Monumenta Zollerana“ beinhaltet eine große Anzahl
von Urkunden und Dokumenten und wurde von Friedrich Wilhelm IV.
beauftragt. Bei der Forschungstätigkeit wurden jahrelang Belege
gesammelt, was die wissenschaftliche Aufarbeitung der
Familiengeschichte ermöglichte und genealogische Phantasien
der Vergangenheit aufdeckte. Die Nutzung der bayerischen Archive
brachte Erkenntnisse zur Zeit der Hohenzollern als Burggrafen
von Nürnberg
 hervor.


Adolph Friedrich Riedel
 publizierte als weitere wichtige Werke
„Die Ahnherren des preußischen Königshauses bis gegen Ende des 13.
Jahrhunderts“ (1854) und die „Geschichte des preußischen
Königshauses“ (1861).

Der Hohenzollerische
Geschichtsverein
 beschäftigt sich seit 1867 mit der
schwäbischen Landeskunde Hohenzollerns
und gibt die Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte heraus. Der
Vereinsvorsitzende Volker Trugenberger ist zugleich der Leiter des Staatsarchivs
Sigmaringen
, das 1865 als preußisches Staatsarchiv gegründet
wurde.

Als die
führenden Gesamtdarstellungen der Gegenwart gelten das zweibändige
Werk „Die Hohenzollern“ von Wolfgang
Neugebauer
 zu den brandenburgisch-preußischen Hohenzollern nebst
der Vorgeschichte und die Ausführungen von Wilfried Schöntag im
zweiten Band des „Handbuchs der baden-württembergischen Geschichte“
zu den schwäbischen Hohenzollern.

Bauwerke
der Hohenzollern
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

Bedeutende
Gebäude des brandenburgisch-preußischen Familienzweigs:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

Das Stammwappen der
Hohenzollern zeigt einen von Silber und Schwarz gevierteilten
Schild
 (Zollernvierung). Auf dem Helm mit
schwarz-silbernen Decken ist
ein wie der Schild bezeichneter Brackenkopf zu
sehen.



Hohenzollern der zeitgenössischen Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]



Königliches Haus Hohenzollern
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]



Fürstliches Haus Hohenzollern
[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext
bearbeiten
]

Nach den
Hohenzollern wurden mehrere Schiffe und eine Berliner
Binnenwasserstraße benannt: