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Schloss Mespelbrunn

Das Schloss Mespelbrunn, ein Wasserschloss, steht in der bayerischen Gemeinde Mespelbrunn zwischen Aschaffenburg und Würzburg in einem abgelegenen Seitental des Elsava-Tals im Spessart. Die Anlage ist seit dem frühen 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Echter von Mespelbrunn.

Der Familiensitz des Grafen von Ingelheim hat Jahrhunderte überstanden, ohne je zerstört zu werden. Nicht zuletzt deshalb gehört Schloß Mespelbrunn im Spessart zu den faszinierendsten, zauberhaftesten Schloßanlagen Frankens.

Albrecht Graf von Ingelheim mit Tochter Marie-Antoinette

Albrecht Graf von Ingelheim mit Tochter Marie-Antoinette auf Schloß Mespelbrunn

Mitten im Spessart liegt in einem stillen Weiher ein Märchenschloß. Die von dunklen Schieferhauben bekrönten Türme und die Giebelfronten des malerischen Schlosses spiegeln sich im Wasser.
Märchenschlösser wie dieses sind der Inbegriff der Romantik. In einem Märchen der Gebrüder Grimm bewahrt ein einziger Stich einer Spindel ein Märchenschloß vor Veränderung. Dornröschen und mit ihm der gesamte Hofstaat und das Schloß fielen bekanntlich in einen hundertjährigen Schlaf, nachdem sich das schöne Königskind an einer Spindel gestochen hatte. Dies alles geschah just an dem Tag, an dem die Eltern des Mädchens nicht zuhause waren, und das Kind ganz allein im Schloß zurückblieb. Da ging es allerorten herum, heißt es in dem Märchen, besah Stuben und Kammern, wie es Lust hatte, und kam endlich auch an einen alten Turm. Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloß steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es diesen umdrehte, sprang die Türe auf, und da saß in dem Stübchen eine alte Frau und spann emsig ihren Flachs. Als das Mädchen neugierig die Spindel berührte, wurde die Zeit für hundert Jahre angehalten. Ein dorniges Gestrüpp umwuchs das alte Gemäuer. Die Hecke legte sich schützend über die Romantik.